Binnenschifffahrtsinformationsdienst


Die RIS sind telematische und elektronische Dienste für die Leitung von Verkehr und Transport, erklärt Johanna Raedecker, Forschungsbeauftragte im Binnenschifffahrtsbüro (DGITM).


Konkret liefern sie den Akteuren geographische, hydrologische und verwaltungstechnische Informationen zum Fahrwasser, Angaben zu Verkehr, Identität und Position der Schiffe, Art ihrer Ladung… Diese Technologien, die die Verbesserung von Sicherheit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Binnenschifffahrt ermöglichen, müssen harmonisiert und innerhalb der Europäischen Union geöffnet werden. Aus diesem Blickwinkel heraus wurde den Mitgliedsstaaten durch die Richtlinie über die Binnenschifffahrtsinformationsdienste (2005/4/EG) von 2005 eine gemeinsame Basis für die künftige Entwicklung dieser Ausrüstungen vorgegeben.
 
Die Sicherheit verbessern und die Binnenschifffahrt attraktiver gestalten

Die Niederlande zählen allein die Hälfte der europäischen Binnenflotte und sind logischerweise an der Spitze bei Betrieb und Verbesserung dieser neuen Werkzeuge.

"Wir arbeiten seit mehr als 15 Jahren daran", sagt Cas Willems von der Abteilung Transport und Navigation des Transportministeriums. "Wir haben damit begonnen, eine elektronische Navigationskarte (ECDIS) zu entwickeln, die unser gesamtes Wassernetz abdeckt."

Die elektronische Meldung der Schiffe bei den Behörden läuft seit vier Jahren, während das System der Meldung an die Schifffahrt – Information an die Fahrer über den Zustand der Wasserwege, den Verkehr an den Schleusen… – für Ende des Jahres geplant ist. "Übrigens unterstützen wir die Skipper finanziell, damit sie das Automatische Identifikationssystem (AIS) einrichten, welches Behörden und Schiffer über Identität, Position und Ziel der Schiffe informiert", ergänzt Cas Willems. Mit den RIS bereiten wir auch die Einsetzung von Verkehrsleitzentralen, die den von Schleusen und Brücken entfernten Verkehr führen und lenken, vor. Die erste wird in Dordrecht sein, eine Stadt an der Mündung mehrerer Flüsse. Wir wollen die Sicherheit verbessern, aber auch die Straße von LKW befreien, indem wir die Binnenschifffahrt noch attraktiver machen…"

Eine Ambition, die von Frankreich geteilt wird, denn schließlich setzen die Voies navigables de France (VNF) ebenfalls diese neuen Technologien an Rhein, Mosel und der Verbindung Dünkirchen-Escaut ein.

//////// Auszug aus dem Magazin der Vertreter des MEDDTL, "Le Mag"

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